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Ramadan! wie fastet man richtig?!

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Ramadan! wie fastet man richtig?!

Beitrag von mahdieh sadat am Do Aug 20, 2009 3:09 pm




Wieder hat der Monat Ramadan begonnen. Der Monat der Leib und Seele so gut tut. Der Monat, der alljährlich die Gelegenheit bietet, unser „Selbst" besser kennen zu lernen und einzuschätzen. Mit Gott vertrauter zu werden. Unseren Lebensweg zu korrigieren. Es ist daher ein Anlass, zu dem man nur gratulieren kann. In vielen Untersuchungen wird die Zunahme von seelischen Leiden, Depressionen und Belastungen von heute auf den modernen Lebensstil zurückgeführt. Das bedeutet, während in Wissenschaft und Technik immer größere Erfolge erzielt wurden und werden, haben die seelischen Probleme des Menschen nicht abgenommen, sondern sind im Gegenteil noch mehr geworden. Die Psychologen schlagen verschiedene Lösungen für die Überwindung dieser Probleme vor - wie Reisen, Lesen, Sport, Kontakte mit Verwandten und Freunden u.ä. Dies sind sicherlich alles ratsame Wege, aber es gibt auch Psychologen die die eigentliche Lösung darin sehen, dass der Mensch von Gott überzeugt ist und mit ihm Kontakt aufnimmt. Sie vertreten fest die Ansicht, dass die Religion den Menschen mit einer überirdischen Macht in Berührung bringt. Einer Macht, in deren Hand die Sicherheit und der Friede in der Daseinswelt liegen. Sie sagen: Die Vertiefung in ein aufrichtiges Gebet bedeutet nicht nur für die Seele sondern auch für den Körper Erholung. Die Religion definiert das Gute und das Schlechte. Und wenn die Mitglieder einer menschlichen Gesellschaft Gut und Schlecht voneinander unterscheiden können, so hat dies heilsame Folgen: Sie kennen die Grenzen ihrer Freiheiten und Rechte - halten sich vom Schlechten fern und wenden sich dem Guten zu. Sie wollen die Gesundung des Geistes und der Seele, bemühen sich darum und entwickeln sich. Dr. John Orly hat in diesem Zusammenhang gesagt: Der Mensch ist im Laufe von Jahrhunderten von Jahren zu der Erkenntnis gelangt, dass seine Existenz über der bloßen Existenz eines materiellen Körpers steht." Abu Ali Sina, der iranische Arzt, der in Europa Avicenna genannt wird, schrieb seinerzeit in seinem Werk „Escharat wa Tanbihat": „Gesunde Seelen sind solche, die ihr von Gott mitgegebenes Wesen wahren und wegen der Verlockungen weltlicher Dinge nicht den Weitblick verlieren". Der Monat Ramadan hat begonnen! Er ist wie ein frischer Wind! Ein Bote mit der Botschaft von innerer Reinigung, von einer besseren Einstellung zum Leben , von der Erkenntnis über das wahre Lebensziel. Er öffnet das Fenster zu neuer Hoffnung: Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Warum nicht die Seele auf Hochglanz bringen? Warum sie verschließen vor dem Licht der Erkenntnis? Gott muntert alle auf, sich diesem Licht zu öffnen: Der Prophet berichtet, dass Er, Allah gesagt hat: „Wüssten die, die sich von mir abwenden und nicht auf mich hören, wie sehr ich auf ihre Reue und Rückkehr warte, so würden sie auf der Stelle vor Sehnsucht sterben..." An der Schwelle zum Monat Ramadan bitten wir zusammen mit allen anderen nach Erkenntnis und Überzeugung Suchenden um den inneren Frieden, den dieser Monat verspricht.
Es sind die ersten Augenblicke des neuen Tages: Der Aufruf zum Morgengebet erklingt melodisch von den Minaretten. Diese Augenblicke der ersten Morgenfrühe sind mitunter die schönsten eines jeden Tages und besonders schön sind sie im Monat Ramadan. Sie laden die Fastenden erneut an die spirituelle Festtafel göttlichen Segens. Sie bringen die frohe Botschaft, dass Gott den Fastenden verzeihen wird. Es ist wieder an der Zeit, uns von all dem Trivialen und Alltäglichen, an was unser Herz sich bindet, zu lösen. Lassen wir es liegen! Wir sollten die Einladung Gottes annehmen! Es ist doch Ramadan! Dieser Monat bringt Segen! Es ist der Monat göttlicher Barmherzigkeit! Ja, wir begrüßen dich, Ramadan! Du bist wie eine Quelle, an der wir das Herz vom Staub und Schmutz befreien können. Wie schön es ist, sich – innerlich vom Schmutz befreit, Gott zuzuwenden , Ihn zu rufen, Ihn anzubeten, auf Ihn zu hören, und jeden Abend beim gemeinsamen Fastenbrechen freudig und dankbar auf einen reichen Fastentag zurückblicken zu dürfen. Wie schön das Gespräch zu Gott. Herz und Seele ihm zugewandt. Ihm – der Quelle allen Daseins. Ja es stimmt, wenn gesagt wird: innerer Friede wird durch die Preisung Gottes und dem Gebet zu Ihm erreicht. Folgen wir doch dem Beispiel Imam Sadschads – wie er in seinem Gebet im Monat Ramadan spricht: „O Gott, lass Mohammad und den Edlen aus seinem Hause Gruß und Segen zukommen und gib, dass ich erkenne, dass dieser Monat über den anderen Monaten steht … Hilf, dass wir in diesem Monat wahrhaft fasten und enthaltsam sind!“ Der Prophet des Islams hat den Monat Ramadan wie folgt beschrieben: „Der Monat Ramadan lässt sich durch drei Eigenschaften beschreiben: In den ersten 10 Tagen geht er mit der Barmherzigkeit Gottes einher. In den zweiten damit, dass Gott verzeiht und in den letzten 10 Tagen bedeutet er die Befreiung vor dem Feuer der Verdammnis.“ Ein Weiser gab einmal folgenden guten Rat: „Ihr Lieben, seid darum bemüht in diesem bedeutenden Monat, dem Monat Ramadan, richtig zu fasten.“ Er wurde gefragt: „Wie fastet man richtig?“ Und er antwortete: „Ein richtiges Fasten bedeutet, die Herzen von Hass und Eifersucht zu befreien. Die Zunge zu zäumen und nicht über die schlechten Eigenschaften anderer zu sprechen, jemanden zu verleumden oder seine Fehler zu bemängeln. Es bedeutet, die Augen von dem abwenden, was unwürdig ist, und die Ohren vor sinnlosem Gerede zu verschließen.“ Prophet David „aleihe salam“ sprach einst zu Gott: „O Gott! Was gibst du jenem, der einen Tag für dich fastet?“ Da erwiderte Gott ihm: „Das Fasten gilt mir und ich erteile daher die Belohnung. Der Fastende kann sich über zwei Dinge freuen: Einmal, wenn er das Fasten am Ende des Fastentages bricht und zum anderen wenn er seine Belohnung erhält. Ich werde ihm 10 Dinge schenken: Seine Sünden verzeihe ich, ich werde ihn hoch belohnen, ich lasse ihn die Nähe meiner Barmherzigkeit spüren, er wird durch ein Tor ins Paradies eingelassen, das für die Fastenden bestimmt ist, er wird am Jüngsten Tag nicht durstig sein, er ist eingetaucht in meinen Segen, ich kleide den Fastenden in das Gewand der Gottesfürchtigen. Ich schreibe seinen Namen zu den Namen der Aufrichtigen, erhöre sein Gebet und schenke ihm Weisheit.“



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