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Verpflichtung und Wirkungen der Zahlung der Fünftel-Steuer (Khums)

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Verpflichtung und Wirkungen der Zahlung der Fünftel-Steuer (Khums)

Beitrag von Um_Ali am Fr Aug 14, 2009 7:37 am




Verpflichtung und Wirkungen der Zahlung der Fünftel-Steuer (Khums)

ٱلَّذِينَ يُنفِقُونَ أَمۡوَٲلَهُمۡ فِى سَبِيلِ ٱللَّهِ ثُمَّ لَا يُتۡبِعُونَ مَآ أَنفَقُواْ مَنًّ۬ا وَلَآ أَذً۬ى‌ۙ لَّهُمۡ أَجۡرُهُمۡ عِندَ رَبِّهِمۡ وَلَا خَوۡفٌ عَلَيۡهِمۡ وَلَا هُمۡ يَحۡزَنُونَ

Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen

Im Voraus:
Die Khums-Steuer (die in Höhe von 20% auf jeden Gewinn fällig wird) ist deswegen eine so wichtige Verpflichtung, da sie die ökonomische Basis des Islams an sich, als auch den Bestand der Schule der Ahl al-Bayt über Jahrhunderte hinweg ermöglicht und wirtschaftlich auf autarke Weise gesichert hat. Nur durch diese Einrichtung des heiligen Gesetzgebers war es möglich, daß die Lehre des Islam und seine Prinzipien nicht von der Politik der Herrscherhäuser verwässert oder nach den Entscheidungen jener Machthaber gelenkt oder dem Reichtum der Wohlhabenden unterstellt wurde.

Diese Herrschenden waren denn auch über den Zufluss dieser Mittel zu den Imamen der Ahl al-Bayt (a) äußerst besorgt; weswegen Hausdurchsuchungen bei den Imamen an der Tagesordnung waren. Wie oft mussten sich die Imame (a) im Palast befragen lassen und rechtfertigen. Die Herrscher unternahmen alles, um die Finanzierungsquellen der Ahl al-Bayt auszutrocknen, ihre wichtigsten Besitztümer einzuziehen und dafür Sorge zu tragen, daß sie ja kein Anteil eventueller Kriegsbeute erreichte – all das übrigens noch in der Frühzeit des Islam, wo die Haschemiten (die Nachkommen von Haschim, dem Urahn des heiligen Propheten) bereits vom Anteil an der Kriegsbeute (arab. Anfal) ausgeschlossen wurden, welchen die Muslime mit ihrem Blut erkämpft hatten.

Um unnötige Auseinandersetzungen mit den Herrschenden zu vermeiden und damit ihre Anhänger (die Schia) zu schützen hat eine Reihe der Heiligen Imame auf ihren Anteil an der Khums-Steuer verzichtet, die von den Einkünften (Gewinnen) der Gläubigen erhoben worden waren und haben den Anspruch auf Erfüllung dieser Pflicht durch die Muslime über zwei Jahrhunderte lang bis in die letzten Tage des Imam al-Jawad (9) aufgegeben, welcher im Jahre 220 n.H. ermordet wurde. Er (9) erläuterte die allgemeinen Regeln, die mit dieser finanziellen Pflicht in Zusammenhang stehen.[1] Dazu haben wir einen Bericht von Yunus ibn Ya'qub:--- wie können

“Ich war bei Imam al-Sadiq (6), als ein Stroh-Hausbauer (oder Kinderschneider) ihn besuchte und sagte: ‘Möge Allah mich als Opfer an Deiner statt annehmen! Normalerweise haben wir Einkommen, Gewinne und Gelder aus unseren Geschäften und wir wissen doch genau, daß ihr daran einen fest(gelegt)en Anteil habt, dennoch geben wir euch nicht euer Recht.’

Imam al-Sadiq (6) antwortete: ‘Wenn wir euch heute auferlegten, uns unsere Rechte daran zu gewähren, dann würden wir euch nicht fair behandeln [weil die Muslime dies schon dem Staat gegenüber zahlen, welcher ihn nicht an die Imame weitergibt, Anm. d. Ü.].’” [2]

Der heilige Koran hat die Verpflichtung zur Zahlung der Khums-Steuer klar geregelt: “Und wisst, dass an jedem Ding, was ihr gewinnt, ein Fünftel davon für Allah und für den Gesandten ist, und für die Verwandten und die Waisen und die Bedürftigen und den Reisenden.” (Koran 8:41)

Im Arabischen umfasst der in diesem Vers erwähnte 'Gewinn' alles, was ein Mensch gewinnt und ist eben nicht nur auf eventuelle Kriegsbeute beschränkt. Auf diese Bedeutung haben Raghib, der bedeutende Lexikograf und auch viele andere Hochgelehrte des Arabischen hingewiesen. Dieses Verständnis wird auch bestätigt von der folgenden beglaubigten Überlieferung von Suma‘ah, welcher sagte:

“Als ich ihn (8) über das Geld fragte, das der Khums Steuer unterliegt, sagte Imam al-Rida (8): ‘Jeder Geldgewinn der Leute, sei es wenig oder viel, unterliegt der Khums Steuer.’”

Daneben bestätigen viele Überlieferungen der heiligen Imame (a) diesen Umstand.

Sowohl die sunnitischen wie schi‘itischen Gelehrten stimmen darin überein, daß der Gesandte Gottes (saw) die Khums Steuer erhob und seinen Verwandten (den Haschemiten) einen ausschließlich ihnen zustehenden Anteil dieser Steuer bis zu seinem Lebensende zukommen ließ. Die ihm nachfolgenden Herrscher versagten jedoch den Angehörigen des Gesandten Gottes diesen Anteil und teilten ihnen stattdessen nur das jedem Muslim zustehende zu. [3]

An diesen klaren Bruch der Tradition des Gesandten Gottes - und des Buches Gottes - erinnerten die heiligen Imame der Ahl al-Bayt (a) oft genug mit deutlichen Worten.

Abu-Ja‘far al-Ahwal berichtet beispielsweise, wie ihn einst Imam al-Sadiq (6) fragte: “Was sagen die Qureischiten über die Khums Steuer?” Er antwortete ihm (6): “Sie sagen, daß ihnen diese Steuer gebühre! [d.h. daß sie gleichberechtigt seien mit 'Ali – und seiner Familie, Anm. d. Ü.]” “Nein, bei Gott!” sagte der Imam (6), “Nie waren sie fair zu uns! Sollen sie uns doch zur gegenseitigen Verfluchung auffordern, dann beteiligen wir uns, und wenn sie dann Ärger haben wollen, sollen sie ihn kriegen! Dann erst [wenn sie die mubahila akzeptieren und auch den Ärger deswegen (nämlich Gottes Urteil) in Kauf zu nehmen bereit sind, Anm. d. Ü.] werden sie und ‘Ali gleich sein.”[4]

Es war im Interesse der Herrschenden, den Sinn der Verpflichtung zur Leistung der Khums Steuer zu verschleiern und ihrer realen Bedeutung zu berauben. Eine solche Verschwörung hatte die Verführung der Leute zur Folge. Es wurden Tatsachen gefälscht, um die Leute daran zu hindern, diese finanzielle Pflicht an denen zu vollziehen, denen sie gebührt, um damit die finanzielle Sicherung des Bestandes (w. der Fortdauer) des wahren (unabhängigen) Islams und die Förderung heiliger bestens gesegneter Projekte zu vernichten.

So behaupten die anderen, daß ausschließlich Kriegsbeute der Khums Steuer unterliege oder dass diese Steuer nur zu Lebzeiten des Gesandten Gottes Geltung hatte, jedoch zu keiner anderen Zeit. Ich habe solche grundlosen Behauptungen bereits mit Hinweis auf den fortgeltenden Koran widerlegt.

Vor einigen Jahren hielt ich dazu einen Vortrag über ‘Die große Sünde der Missachtung der göttlichen Finanzverfassung’, der sich auch in meinem Werke ‘Drei Klagen’ findet wie auch in einem unabhängigen Werk mit gleichem Titel. In diesem Vortrag habe ich zusätzlich zu den materiellen und moralischen Werten die Details der Bedeutung dieser religiösen Pflicht und Gründe für die Zurückhaltung der Leute bei ihrer Begleichung aufgeführt und die Therapie gegen die Vernachlässigung ihrer Ausführung näher untersucht.

Tatsächlich trägt schon das Bemühen, dieses Gottesgebot zu erfüllen, für den Einzelnen wie auch für die Gesellschaft besonderen Segen. Auf individueller Ebene kann die Khums Steuer aus folgender Überlieferung abgeleitet werden, die ‘Ali ibn Mahziyar von Imam al-Jawad (9) berichtet:

“Meine Anhänger, möge sie Allah zur Rechtschaffenheit führen, bzw. einige von ihnen haben bei der Ausführung des ihnen hinsichtlich ihrer finanziellen Verpflichtungen gegenüber uns Auferlegten versagt. Als ich davon informiert wurde, wollte ich sie reinigen und sie durch die Festsetzung der diesjährigen Khums Steuer läutern, denn Gott der Allmächtige sagt: ‘(9:103) Nimm Almosen von ihren Besitztümern, auf dass du sie dadurch reinigen und sie läutern mögest. Und bete für sie; denn dein Gebet ist ihnen Beruhigung. Und Allah ist allhörend, allwissend. (9:104) Wissen sie denn nicht, dass es Allah ist, Der von Seinen Dienern Reue annimmt und Almosen entgegennimmt, und dass Allah der Allvergebende, der Barmherzige ist? (9:105) Und sprich: «Wirket! Allah wird euer Werk schauen, und so Sein Gesandter und die Gläubigen. Und zurück sollt ihr gebracht werden zu dem Kenner des Verborgenen und des Offenbaren; dann wird Er euch verkünden, was ihr zu tun pflegtet.»’” (Koran 9:103-105)

Wie ganz offensichtlich aus den Worten des Imams (9) hervorgeht befreit die Erfüllung der finanziellen Verpflichtung den Leistenden von Geiz, Habgier und Engherzigkeit, fördert die gegenseitige Zuneigung und Zusammenarbeit, und reinigt das Vermögen, weil der Rest des eigenen Vermögens nach der Begleichung der Fünftelsteuer erlaubt und sein Gebrauch dadurch angenehm ist. Damit werden die eigenen guten Taten und die Belohnungen dafür auf eine solch besondere Art und Weise vermehrt, die niemand außer Gott der Allmächtige abschätzen kann. In diesem Zusammenhang, sagt Er, der Allmächtige:

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Re: Verpflichtung und Wirkungen der Zahlung der Fünftel-Steuer (Khums)

Beitrag von Um_Ali am Fr Aug 14, 2009 7:39 am



"Die ihr Gut hingeben für Allahs Sache, sie gleichen einem Samenkorn, das sieben Ähren treibt, hundert Körner in jeder Ähre. Allah vermehrt (es) weiter, wem Er will; und Allah ist huldreich, allwissend.” (Koran 2:261)

ER hat auch versprochen, denjenigen vielfältig zu vergelten, die ihr Vermögen um Seines Willens einsetzen. ER wird ihnen zurückgeben, was immer sie als Almosen gegeben haben, zusätzlich zu dem ihnen im Jenseits zustehenden Lohn. Daher sagt ER, der Allmächtige:

“Sprich: «Fürwahr, mein Herr weitet und beschränkt die Mittel zum Unterhalt, wem Er will von Seinen Dienern Und was immer ihr spendet, Er wird es vergelten; und Er ist der beste Versorger.»” (Koran 34:39)

Der Segen und die Vorteile für die Öffentlichkeit als Ganzes sind so offensichtlich, dass es hier keiner näheren Erläuterung bedarf.

Auf der anderen Seite hat die Nichteinhaltung dieser religiösen Zahlungsverpflichtung äußerst schädliche Folgen, auf die der erwartete Imam (12) in der zweiten Botschaft an Schaykh al-Mufid hinwies. In dieser Botschaft, die sich im Werke von al-Tabrisi „Kitabul-Latij¡j“ findet bezieht sich der Imam (12) auf zwei besonders schädliche Konsequenzen:

Erstens: Die Vernachlässigung der Begleichung der Khums Steuer führt zur Verzögerung der Ankunft des erwarteten Imams (12) mit der unmittelbaren Folge des fortgesetzten Leidens der Menschheit aufgrund von Ungerechtigkeit, Verfolgung, Unterdrückung, Verwirrung, Abweichung und der Vermehrung der dem Höllenfeuer Ausgesetzten.

Zweitens: Wird diese Zahlungspflicht nicht erfüllt gibt es keine Sicherheit vor Irreführung und Unruhestiftung, weil dann irreführende Sekten (in den Überlieferungen als ‘Grüppchen (w. Fähnchen)’ bezeichnet) solange auftauchen, bis der erwartete Imam (12) kommt [weil die Arbeit der Gelehrten nicht mehr finanziert wird und sie ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen können, Anm. d. Ü.]. Und tatsächlich, sehen wir denn nicht gegenwärtig so viele verführende ‘Grüppchen’? Alle Orientierungspunkte verschwinden, die Leute sind dermaßen durcheinander, daß sie vom Wege abkommen und nicht mehr zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden vermögen - auch nicht zwischen der Standarte der Wahrheit und der Verführung.

Im Gespräch über die zukünftige Irreführung fragte man einen der heiligen Imame (a), wie man denn Sicherheit finden und diese verwirrenden ‘Standarten’ noch erfolgreich erkennen könne: “Bei Allah, unsere Sache ist doch klarer als das Licht der Sonne.”

Eines der Elemente, die dazu beitragen diese Klarheit zu erlangen, ist nach der Botschaft des erwarteten Imams (12) die Entrichtung der religiösen Zahlungsverpflichtungen.

Eine andere üble Konsequenz für die Verweigerer der Fünftelsteuer (Khums) ist die, dass alle Bedrohungen und Plagen, die gegen jene angekündigt worden sind, die sich weigerten, die Armensteuer (Zakat) zu zahlen, auch jene betrifft, welche die Gewinnsteuer (Khums) nicht zahlen wollen. Diese beiden Steuerarten ähneln sich übrigen auch wesentlich.

1. Sowohl Zakat als auch Khums sind finanzielle Verpflichtungen, die dem gleichen Zweck der Förderung des Islams dienen. Doch bei der Frage der Fälligkeit der Khums kommt erschwerend hinzu, daß sie direkt mit den finanziellen Verpflichtungen von Ahl al-Bayt und ihren Angehörigen zusammenhängt, weil ihnen ja der Bezug jedweden Zakats untersagt ist. Diesbezüglich heißt es bei Imam al-Sadiq (6): “Als Allah, außer Dem es keinen Gott gibt, uns untersagt hat, Almosen [sadaqah, Anm. d. Ü.] zu beziehen, gewährte ER uns als Ausgleich das Khums. Deshalb dürfen wir auch kein Almosen nehmen, während jedoch alle anderen verpflichtet sind, uns das Khums zu zahlen.” [5]

Der Grund der Betonung des Zakat in der Frühzeit des Islam verdankt sich der Art und Weise des Wirtschaftslebens jener Zeit, da die Wirtschaft hauptsächlich auf den Dingen beruhte, die der Zakat unterliegen.

2. Die Mehrheit der Vorschriften und Regeln zum Zakat umfassen alle Arten der Pflichtausgaben um Gottes Willen, wozu alle religiös gebotenen Finanzverpflichtungen gehören - nicht nur das Zakat. Das Wort ‘Almosen’ im folgenden Koranvers steht damit auch stellvertretend für die Verpflichtung zum Zakat:

“Die Almosen (sadaqah) sind nur für die Armen und Bedürftigen und für die mit ihrer Verwaltung Beauftragten und für die, deren Herzen versöhnt werden sollen, für die (Befreiung von) Sklaven und für die Schuldner, für die Sache Allahs und für den Wanderer: eine Vorschrift von Allah. Und Allah ist allwissend, allweise.“ (Koran 9:60)

Mit dieser weitergehenden Bedeutung versteht sich auch folgende Aussage von Imam al-Baqir (5):

“Jedem Diener (Gottes), der (aus seinem Wohlstand) kein Zakat leisten will, wird Gott gewisslich jenen (geschuldeten) Betrag in eine Feuerschlange umwandeln, die seinen Hals umschlingt und in sein Fleisch hinein beißt, bis die Abrechnung mit ihm beendet ist. Dies ist ja die Bedeutung der Aussage Gottes ‘[Und jene, die geizig sind mit dem, was Allah ihnen von Seiner Huld verliehen, sollen nicht wähnen, es sei ihnen zum Heil; nein, es ist ihnen zum Unheil.] Am Tage der Auferstehung wird ihnen umgehängt werden, womit sie geizig waren. [Allahs ist das Erbe der Himmel und der Erde, und Allah ist wohl eures Tuns gewahr.]’” (Koran 3:180) [6]

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Re: Verpflichtung und Wirkungen der Zahlung der Fünftel-Steuer (Khums)

Beitrag von Um_Ali am Fr Aug 14, 2009 7:40 am



In dieser Überlieferung umfasst das Wort ‘Zakat’ also alle religiösen (Finanz)Pflichten, von denen Khums eine ist.

Eine der Maßnahmen, die der Gesandte Gottes gegen jene ergriff, die sich weigerten, Zakat zu zahlen bestand darin, sie aus der Moschee zu verweisen. Diese Vorgehensweise hat Imam al-Baqir (5) überliefert:

“Der Gesandte Gottes war in der Moschee (in Medina), als er fünf Leute nannte und zu ihnen sagte: ‘Verlaßt unsere Moschee und betet hier nicht mehr, solange ihr das Zakat nicht zahlt.’”[7]

Imam al-Sadiq (6) hat folgendes dazu überliefert:

“Wer immer sich weigert, auch nur ein Karat Zakat zu zahlen, kann sich dann aussuchen, ob er als Jude oder als Christ sterben will.” [8]

Ähnlich sagt auch der Gesandte Gottes in seiner Anweisung an Imam ‘Ali folgendes:

“Zehn Gruppen dieser Gemeinschaft glauben nicht an Allah, dem All-Großen. Eine davon sind jene, die das Zakat nicht zahlen wollen. Von den anderen acht Gruppen dieser Gemeinschaft nimmt Gott das Gebet nicht an. Eine von ihnen sind jene, die sich weigern das Zakat zu bezahlen. Wer nicht einmal ein Karat Zakat zahlt ist weder ein Gläubiger noch Muslim. Wer kein Zakat gezahlt hat wird Gott (dereinst) bitten, ihm die Gelegenheit zu geben, in diese Welt zurückzukehren. Dies ist die Bedeutung der Aussage Gottes, ‘(23:99) [Wenn der Tod an einen von ihnen herantritt, spricht er:] «Mein Herr, sende mich zurück, (23:100) Auf dass ich recht handeln möge in dem, was ich zurückließ.» [Keineswegs, es ist nur ein Wort, das er ausspricht. Und hinter ihnen ist eine Schranke bis zum Tage, an dem sie auferweckt werden.]’” [9] (Koran 23:99-100)

Wir beschließen diese Erörterung mit folgendem Koranvers:

“O die ihr glaubt, antwortet Allah und dem Gesandten, wenn er euch ruft, auf daß er euch Leben gebe, und wisset, daß Allah zwischen einen Menschen und sein Herz tritt, und daß zu Ihm ihr werdet versammelt werden." (Koran 8:24)

__________________________________________________________________________________________

[1] Näheres siehe in al-Hurr al-‘Amili, Wasa'il al-Schi‘ah, Buch der Regeln des Khums, Kapitel: Kriegsbeute und nur dem Imam vorbehaltene Taten, Band 6.

[2] Al-Hurr al-‘Amili, Wasa'il al-Schi‘ah 6:380, S. 4 (Nur dem Imam vorbehaltene Taten), Hadith 6.

[3] Vgl. etwa al-Zamakhschari, Tafsir al-Kaschschaf (Auslegung des einbezogenen Koranverses), Ahmad ibn Hanbal, al-Musnad, und viele andere Referenzwerke. Zitiert von ‘Abd al-Husayn Scharaf al-Din, al-Najj wa’l-'Ijtihad, S. 50.

[4] Al-Hurr al-‘Amili, Wasa'il al-Schi‘ah 6:380, S. 1, Hadith 14 & 15.

[5] Al-Hurr al-‘Amili, Wasa'il al-Schi‘ah 6:187, Hadith 7.

[6] Al-Hurr al-‘Amili, Wasa'il al-Schi‘ah 6:11, Hadith 3.

[7] Al-Hurr al-‘Amili, Wasa'il al-Schi‘ah 6:12, Hadith 7.

[8] Al-Hurr al-‘Amili, Wasa'il al-Schi‘ah 6:18, Hadith 5.

[9]Al-Hurr al-‘Amili, Wasa'il al-Schiah 6:18, Hadith 3.

Quelle: http://www.yaqoobi.de/ansprachen/Khums.htm

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