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Die Mufakhara zwischen Ali Ibn Abi Talib (as) und seinem Sohn Hussein Ibn Ali Ibn Abi Talib (as)

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Die Mufakhara zwischen Ali Ibn Abi Talib (as) und seinem Sohn Hussein Ibn Ali Ibn Abi Talib (as)

Beitrag von Puszta am Sa März 05, 2011 11:16 pm



Alles Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten. Der Frieden und der Segen Allahs sei auf die Krönung der Schöpfung, der im Himmel den Namen Ahmad und auf Erden den Namen Abal Qasim Muhammad (s.) trägt, und seiner heiligen, reinen und sündlosen Familie. Gelobt sei Allah (swt) für den Segen der Wilaya von Ali Ibn Abi Talib (as) und den reinen Imamen aus seiner Nachkommenschaft, der Friede Allahs sei mit ihnen allen.

Die Mufakhara zwischen Ali Ibn Abi Talib (as) und seinem Sohn Hussein Ibn Ali Ibn Abi Talib (as)

Übersetzer Sayyed Haydar al-Musawie


Schadhan Ibn Jibrail überliefert über die Vorzüge des Fürst der Gläubigen, Ali Ibn Abi Talib (as) folgende „Mufakhara“ (Redegewandter Vortrag über die eigenen Vorzüge) zwischen Hussein Ibn Ali (as) und seinem Vater, Ali Ibn Abi Talib (as).

Eines Tages saß der Gesandte Gottes Muhammad (s.) mit Imam Ali (as). Da trat Hussein Ibn Ali (as) ein und der Prophet nahm ihn, setzte ihn auf seinem Schoß und küsste seine Stirn. Hussein (as) war zu dem Zeitpunkt 6 Jahre alt. Da sagte Ali (as): „O Gesandter Allahs, liebst du meinen Sohn Hussein?“ Der Prophet (s.) antwortete: „Wie kann ich ihn nicht lieben, wo er doch ein Bestandteil von mir ist.“ Da sagte Ali (as): „Wer ist dir lieber, ich oder Hussein?“ Da sagte Hussein (as): „O Vater, derjenige, der eine höhere Ehre besitzt ist dem Propheten (s.) lieber und näher.“ Da sagte Ali (as) zu seinem Sohn: „Forderst du mich zur „Mufakhara“ heraus, O Hussein?“ Hussein (as) antwortete: „Ja, Vater, wenn du erlaubst.“

Da sagte Imam Ali (as):

„O Hussein, ich bin der Fürst der Gläubigen. Ich bin die Zunge der Wahrhaftigen. Ich bin der „Wasir“ des Mustafa (s.). Ich bin es, der das Wissen Allahs in sich trägt und ich bin das auserwählte Geschöpf Gottes. Ich bin der Führer der Ersten, die das Paradies betreten. Ich bin derjenige, der sich um die Schulden des Gesandten Allahs (s.) gekümmert hat (als er nach Madina auswanderte). Ich bin es, dessen Onkel ein Herr im Paradies ist. Ich bin es, dessen Bruder Jafaar al-Tayar (ra) im Paradies bei den Engeln ist. Ich bin der Richter des Gesandten Gottes. Ich bin es, der ihn stets geschützt hat. Ich bin es, der die Sura (Sura 9) im Auftrag Allahs (swt) zu den Leuten von Mekka brachte [1]. Ich bin es, den Allah (swt) von seinen Geschöpfen erwählt hat. Ich bin das stabile Seil Allahs (swt), welches Allah (swt) seine Geschöpfe aufforderte, sich daran zu halten, mit seinen Worten: „Und haltet insgesamt an Allahs Seil fest“ [3:103]. Ich bin der strahlende Stern Allahs (swt). Ich bin es, den die Engel des Himmels besuchen kommen. Ich bin die sprechende Zunge Allahs (swt). Ich bin sein heiliges Zeichen an seine Schöpfung. Ich bin die starke Hand Allahs (swt). Ich bin das Gesicht Allahs in den Himmeln. Ich bin die offenkundige Erscheinung der göttlichen Nähe. Ich bin es, über den Allah (swt) sagt: „Nein, vielmehr sie sind geehrte Diener. Sie kommen Ihm beim Sprechen nicht zuvor, und sie handeln nur nach Seinem Befehl“ [21:26-27] Ich bin der feste Knoten zu Allah (swt), der nicht durchtrennt werden kann und Allah (swt) ist hörend, allwissend. Ich bin das Tor Allahs (swt) durch das man eintritt. Ich bin die Flagge Allahs (swt) auf dem Sirat [2]. Ich bin das Haus Allahs, wer es betritt ist sicher. Wer an meiner Liebe und Wilaya festhält, der ist sicher vor dem Feuer. Ich bin der Töter der „Nakithin“ (Die Leute des Kamels), der „Kasitin“ (Die Leute Muawiyas) und der „Marikeen“ (Khawarij). Ich bin der Töter der Ungläubigen. Ich bin der Vater der Waisen. Ich bin der Beschützer der Witwen.

Ich bin „Wonach befragen sie einander? “[78:1], über meine Wilaya am Tage der Auferstehung. Das Wort des Erhabenen: „Dann werdet ihr, an jenem Tage, nach dem Wohlstand befragt.“[102:8] Ich bin der Wohlstand Allas (swt), mit denen er seine Geschöpfe segnete. Ich bin es, über den Allah (swt) sagt: „Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet und Meine Gnade an euch vollendet und euch den Islam zum Glauben erwählt" [5:3]. So ist derjenige, der mich liebt ein Muslim, ein Gläubiger mit vollkommenem Glauben. Ich bin es, durch den rechtgeleitet wird. Über mich und meinen Feinden sagt Allah (swt): „Und haltet sie an; denn sie sollen befragt werden (über die Wilaya von Ali Ibn Abi Talib (as) am Tage des Gerichts) [37:24] Ich bin die gewaltige Ankündigung (Naba‘ al-Adhim Sura 78). Ich bin es, durch den Allah (swt) die Religion in Ghadeer Khum und Khaibar vervollkommnet hat. Ich bin es, über den der Gesandte Gottes (s.) sagte: „Wessen Führer (Mawla) ich bin, dessen Führer (Mawla) ist Ali.“ Ich bin das Gebet des Gläubigen. Ich bin „Auf zum Gebet“. Ich bin „Auf zum Sieg“. Ich bin „Auf zur besten Tat“. Ich bin es, über den Allah (swt) über meine Feinde folgendes herab sandte: „Ein Fragender fragt nach einer Strafe, die hereinbrechen wird, (1) die für die Ungläubigen unabwendbar ist" [70:1-2] mit der Bedeutung, dass diejenigen gemeint sind, die die Wilaya von Ali (as) leugnen, wie es Nu’man Ibn al-Harith (la) tat.

Ich bin es, der die Leute zum Brunnen des Kauthar einlädt. Lädt sie den etwa jemand anderes ein?! Ich bin der Vater der Imame, die von meinen Söhnen sind. Ich bin die Waage der Gerechtigkeit am Tage des Gerichts. Ich bin die Drohne der Religion. Ich bin der Führer der Gläubigen zum Guten und zur Vergebung meines Herren. Ich bin es, dessen Awliya die Freunde des Tages des Gerichts sind, die sich von meinen Feinden lossagen. Sie werden weder Angst noch Trauer beim Tod haben, noch werden sie im Grab bestraft werden. Dies sind die Märtyrer und die Wahrhaftigen und bei ihrem Herren sind sie wohlzufrieden. Ich bin es, dessen Anhänger standhaft sind und die niemanden lieben, der sich gegen den Befehl Allahs oder seines Gesandten stellt, seien es ihre Väter oder Söhne. Ich bin es, dessen Anhänger das Paradies ohne Abrechnung betreten. Ich habe den Diwan der Shia mit all ihren Namen. Ich bin der Helfer und Fürsprecher der Gläubigen am Tage des Gerichts. Ich bin es, der mit zwei Schwertern und zwei Speeren gekämpft hat. Ich bin der Töter der Ungläubigen am Tage Badr und Hunain. Ich bin es, der Ibn Abd Woud (la) in Khandak erschlagen hat. Ich bin der Töter von Amr und Marhab, ich bin der Töter der Reiter von Khaibar. Ich bin es, über den der vertrauenswürdige Gabriel (as) sagte: „Kein Jüngling außer Ali und kein Schwert außer Dhulfighar.“ Ich bin der Herr der (friedlichen) Wiedererlangung Mekkas. Ich bin der Zerstörer von „Laat“ und „Uza“ (Götzen).

Ich bin es, der „Hubal al-Alaa“[3] und die „Manaat“ zerstört hat. Ich bin auf den Schultern des Propheten erhöht worden und habe die Götzen zerstört. Ich bin es, der „Yaghutha“, „Ya‘uka“ und „Nasra“ (Götzen) zerstört hat. Ich bin es, der die Ungläubigen für Allahs (swt) bekämpft hat. Ich bin es, der den Ring während des Gebets gespendet hat. Ich bin es, der im Bett des Propheten (s.) geschlafen hat (als die Ungläubigen ihn töten wollten) und ihn damit mit meinem Leben geschützt habe. Vor meiner Stärke und Mut haben die Jins angst. Ich bin es, durch den Allah (swt) angebetet wird. Ich bin der Übersetzer Allahs (swt), ich bin die Flagge Allahs (swt). Ich bin die Truhe des Wissens des Gesandten Allahs (s.). Ich bin der Töter der Leute des Kamels und Siffin nach dem Gesandten Allahs (swt). Ich bin der Spalter des Paradieses und der Hölle.“

Daraufhin schwieg der Fürst der Gläubigen (as). Da sagte der Prophet (s.) zu Hussein (as): „Hast du gehört, O Aba Abdillah, was dein Vater gesagt hat? Dies war nur ein Zehntel vom Zehntel vom Zehntel (also eintausendstel) von seinen Vorzügen und von tausend tausend (eine Million) Vorzügen und er ist dennoch über dies, höher!“ Da sagte Hussein (as): „Gepriesen sei Allah (swt), der uns über vielen seiner gläubigen Geschöpfe vorgezogen hat und über alle Geschöpfe. Der unseren Großvater (Muhammad) mit der Offenbarung, der Deutung und der Wahrhaftigkeit sandte und die Anrufungen des vertrauenswürdigen Engels Gabriel (as) und der uns zu den Besten seiner Auserwählten machte und uns über die gesamte Schöpfung emporhob. Was du erwähnt hast, O Fürst der Gläubigen, so bist du wahrhaftig darin.“ Dann sagte der Prophet (s.) zu Hussein (as): „So nenne nun du deine Vorzüge, mein Sohn.“

Da sagte Hussein (as):
„O Vater, ich bin Hussein, der Sohn des Ali Ibn Abi Talib (as). Meine Mutter ist Fatima al-Zahraa (as), die Herrin der Frauen der Welten. Mein Großvater ist Muhammad al-Mustafa (s.), der Herr der Kinder Adams allesamt – ohne Zweifel. O Ali (hier bezieht er sich auf die Heiligkeit dieses Namens), meine Mutter ist bei Allah (swt) und den Menschen angesehener als deine Mutter. Mein Großvater ist besser als dein Großvater und er ist bei Allah und den Menschen angesehener. Als ich in der Wiege lag, sprach mit mir Gabriel und mich empfing Israfil. O Ali, du bist bei Allah (swt) angesehener als ich, aber ich habe bessere Verwandtschaftsverhältnisse (Vater, Mutter, Großvater).“

Als Hussein (as) fertig war, ging er zu seinem Vater, umarmte und küsste ihn. Auch unser Imam umarmte und küsste seien Sohn und sagte: „Möge Allah (swt) deine Ehre, dein Wissen und deinen Stolz mehren. Mein Sohn, möge Allah (swt) diejenigen verfluchen, die dich unterdrücken werden.“
Dann ging Hussein (as) zurück zum Schoße des Gesandten Gottes (s.).


Bemerkungen des Übersetzers

[1] Als Sura At-Tawbah (Sura 9) herab gesandt wurde, schickte der Prophet (s.) Abu Bakr los, um die Sura den Menschen in Mekka zu verkünden. Da stieg Gabriel (as) auf den Propheten hinab und sagte: „O Gesandter Allahs, Allah schickt dir seinen Frieden und sagt dir: Diese Sure sollst nur du oder deinesgleichen offenbaren.“ Somit ließ er Imam Ali (as) zu sich rufen und sagte ihm, dass er Abu Bakr einholen soll und die Sura den Leuten von Mekka verkünden soll. So geschah es auch.

[2] Sirat – Brücke am Tage des Gerichts, welche über das Höllenfeuer zum Paradies führt. Diejenigen, die sündhaft waren, werden von dieser Brücke fallen. Diejenigen jedoch, die an die Wilaya von Ali Ibn Abi Talib (as) festgehalten haben, gehen über diese Brücke sicher ins Paradies ein.

[3] Hubal al-Alaa war einer der größten Götzen zur Zeit des Propheten (s.). Abu Sufian (la) pflegte den Götzen zu nehmen und vor dem Gesandten Allahs „A’laa Hubal, A’laa Hubal“ zu rufen (Höher ist Hubal, Höher ist Hubal). Dies kränkte und verletzte den Propheten (s.) innerlich und so stieg Gabriel (as) auf ihn hinab und sagte: „O Gesandter Allahs, erhebe dein Haupt und sage: „Allah a’la wa ajal“ (Allah ist höher und Erhabener)“


Mit genehmigung des Übersetzers Bruder Haydar Al-Musawie Al-Sadr

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