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118. Feinde zu Freunden machen!
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118. Feinde zu Freunden machen!
118. Feinde zu Freunden machen!
Imam Mussä Ibn Ğa'far (a.s.) wurde von Freund und Feind „Käzim" genannt. „Käzim" aber bedeutet: Der, der seinen Zorn behrerrscht, zornige Erregung nicht aufwallen oder gar nicht erst aufkommen läßt.
Und man kannte ihn als „Bab ul Hawayig", d.h. als „Haus der Hoffnung für die
Bittenden". Niemals war die Tür zum Hause Imam Käzims (a.s.) verschlossen und
niemand schickte er mit leeren Händen fort. Weit und breit wußten die Leute, wie
freundlich, großherzig und verzeihend er war.
Nun lebte in Medina ein Mann, der trotz allem Imam Mussä Käzim nicht mochte. Wann
und wo immer er nur konnte, beschimpfte und verleumdete er ihn. Seine Garstigkeit
und Unverfrorenheit kannte keine Grenzen. Tag für Tag wurde es schlimmer mit ihm, so
dass die Freunde Imam Mussäs (a.s.) letztendlich so erbost waren über diesen dreisten
Mann, dass sie protestierten und sagten: „Das ist nicht mehr auszuhalten mit diesem
Unverschämten! Was er sich nur alles erlaubt?!"
Empört gingen sie zu dem Imam und baten: „Erlaube, dass wir ihm das Maul stopfen
und mit ihm abrechnen!"
Hadrat -e- Mussä KäzimMann zu unternehmen. Vielmehr erkundigte er sich nach dem
Ort, wo er gewöhnlich anzutreffen sei.
Sie antworteten: „Er arbeitet normalerweise auf seinem Acker, in der Umgebung
Medinas."
Daraufhin bestieg Hadrat -e- Käzim (a.s.) sein Pferd und ritt zu dem besagten Gelände,
geradewegs auf den Mann zu, der auf seinem Acker arbeitete.
Dieser Schrei ihm entgegen: „Paß doch auf! Gib auf meine Saat acht! Was bist du nur
für ein rücksichtsloser Bursche!"
Der Imam aber schien nicht auf sein Zetern zu achten, ritt weiter und hielt erst dann in
seinem Ritt inne, als er bereits vor ihm stand. Nun stieg er ab und setzte sich zu ihm.
Heiter und lachend sprach er mit dem Bauern, als wenn nichts geschehen wäre. Er
sagte: „Du hast ganz recht! Ein paar Pflänzchen sind durch mein Pferd wohl zertreten
worden, ich werde dir den Schaden natürlich ersetzten! Was hast du ausgegeben für die
Saat?"
Der Mann antwortete: „Hundert Dinar!"
Der Imam fragte weiter: „Welchen Ertrag erhoffst du dir von der Ernte, die die Saat
voraussichtlich bringen wird?"
„Was fragst du mich", brummte der Mann, „Ich bin doch kein Hellseher!"
„Ich spreche von 'erhoffen'", erwiderte Imam Käzim (a.s.), „also sag, was erhoffst du
dir?"
Der Mann murmelte. „Ich hoffe, 200 Dinar!"
Imam Käzim (a.s.) zog einen Geldbeutel hervor, in dem dreihundert Dinar steckten und
sprach: „Weil ich über dein Feld geritten bin, wird die Ernte, die du erwarten konntest,
ein klein wenig geringer ausfallen. Nimm das Geld hier und ds, was du noch ernten
wirst, ist auch für dich! Gott möge dir das, was du dir erhoffst, zukommen lassen!"
Der Bauer, der sich völlig im klaren darüber war, wie häßlich er immer über den Imam
gesprochen und wie sehr er ihn beschimpft und verleumdet hatte, stand verdutzt da.
Beschämt bat er ihn, ihm seine Unverschämtheiten zu vergeben.
Der Imam lächelte und meinte: „Dadurch habe ich keinen Schaden genommen. Weißt
du, ich möchte, dass jeder zum richtigen Weg hin findet und ihn dann auch geht!"
Mit diesen Worten ritt er zurück. Am nächsten Tag, als er in der Moschee saß, kam der
Mann zur Tür herein und begann: „Gott weiß sehr genau, wen er mit dem Imamat
beauftragte! Imam Käzim ist ein sehr guter, nobler Mann!"
Die anderen fragten erstaunt: „Was ist los mit dir? Du hast doch sonst ganz anders
gesprochen?"
„Was ich gesagt habe, gehört der Vergangenheit an", meinte der Mann."Aber das, was
ich jetzt sage, stimmt!"
Sie saßen zusammen und redeten miteinander. Eine lange Zeit. Alle waren froh und
zufrieden. Später, als Imam Käzim (a.s.) mit seinen Getreuen, die mit dem Mann
gestern noch 'abrechnen' wollten, die Moschee verließen, sagte er zu ihnen: „Nun, was
glaubt ihr? Ist es nicht besser, dass wir ihn milde stimmten und ihn zu unserem Freund gemacht haben?"
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Glaube ist die innere Stärke, die bei guter Pflege nach aussen hin Leuchtet
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